Keysigning-Party -Anmeldung und weitere Details-
Inhaltsverzeichnis
Anmeldung
Um euch anzumelden genügt es, mir eure/n öffentliche/n GPG/PGP-Schlüssel als Anhang in einer EMail bis zum 14.08.2007 23.59 Uhr zuzusenden. Nach Eingang und Vorverarbeitung erhaltet ihr eine automatisch erstellte Anmeldebestätigung.
Solltet ihr bereits im Besitz eines oder gar mehrerer GPG-Schlüssel sein, zeige ich euch hier, wie diese zu exportieren sind.
benutzer@computer:> gpg --armor --export-options export-clean,export-minimal --export KEYID >NachnameVorname_KEYID.asc
benutzer@computer:> gpg --clearsign NachnameVorname_KEYID.asc
Die so gewonnene Datei solltet ihr mir dann als Anlage zu einer EMail zukommen lassen. Wiederholt diesen Schritt, solltet ihr mehrere Schlüssel einreichen wollen. Bitte versendet je Schlüssel eine separate EMail.
(Für KEYID, Nachname und Vorname solltest du natürlich konkrete Werte eintragen.)
Beispiel:
gpg --armor --export-options export-clean,export-minimal --export aae6022e > GeyerKarlheinz_aae6022e.asc
Dateien die für die KSP benötigt werden
Dateien stehen ab jetzt zur Verfügung! (15.08.2007 11.22 Uhr) |
Vor der Keysigning-Party
Gruppenmatrix (PDF) zur Kontrolle der bereits geleisteten bzw. noch fehlender Signaturen. Schlüssel mit dem Vermerk not found wurden noch nicht auf einem der Keyserver wie z. B. subkeys.pgp.net abgelegt. Diese Grafik (PNG) zeigt die Beziehungen der Schlüssel untereinander. Berücksichtigt wurden nur Schlüssel, welche auf dem Schlüsselserver abgelegt waren.
Während der Keysigning-Party
Zu Beginn der KSP werden zunächst sowohl die MD5- als auch die SHA1-Prüfsumme durch den Veranstalter verlesen. Die KSP-Teilnehmer kontrollieren, ob die von ihnen ermittelten Prüfsummen mit denen des Veranstalter übereinstimmen. Bei Übereinstimmung kann kann mit der KSP fortgefahren werden. Auftretenden Differenzen muss sofort durch genau Prüfung begegnet werden. Sollte sich keine Klärung ergeben, d. h. die Teilnehmerliste gelte als nicht vertrauenswürdig, dann ist die KSP unverzüglich zu beenden. Die Teilnehmer müssen in einem solchen Fall darauf hingewiesen werden, das keine der verzeichneten Schlüssel signiert werden dürfen.
Bei einer validen Teilnehmerliste stellen sich die Teilnehmer nach Anweisung des Veranstalters einanderzugewandt in zwei Reihen auf. Reihum werden nun Ausweisdokumente und Schlüsselinformationen auf Vollständigkeit und Richtigkeit hin überprüft. Es wird empfohlen, sich bereits vor der KSP mit den Möglichkeiten zur Überprüfung von bundesdeutschen Personalausweisen und Reisepässen vertraut zu machen.
Nach der Keysigning-Party
Bevor öffentliche Schlüssel signiert werden können, müssen diese zunächst dem eigenen Schlüsselbund hinzugefügt werden. Dies kann auf zweierlei Arten geschehen, zum einen durch den Import des Haupschlüselbundes mittels,
benutzer@computer:> gpg --import ksp-sommerfest07.asc
oder jeder als vertrauenswürdig eingestufter Schlüssel wird einzeln abgerufen und importiert beispielsweise durch
benutzer@computer:> gpg --keyserver subkeys.pgp.net --recv-keys KEYID
Sobald die Schlüssel importiert sind, kann mit dem eigentlichen Prozess des Signierens fortgefahren werden.
Die traditionelle Methode
benutzer@computer:> gpg --edit-key KEYID
gpg zeigt sich nun im interaktiven Modus. Der Befehl fpr gibt den Fingerabruck des in Bearbeitung befindlichen Schlüssels aus.
Command>fpr
Stimmt der angezeigt Wert mit dem auf der Liste ksp-sommerfest07.txt überein, dann sollte der Schlüssel signiert werden.
Command>sign
Die Fragen, ob alle UIDs signiert werden sollen und ob denn wirklich eine Signatur erfolgen soll, sind mit y bzw. j zu beantworten. Nachdem der persönliche Kennwortsatz abgefragt wurde, sollte der Vertrauensstatus festgelegt werden.
Command>trust
Hierbei kann man einen der nachfolgend genannten Werte auswählen:
- 1
- Ich bin mir nicht sicher (I don't know or won't say)
- 2
- Kein Vertrauen (I do NOT trust)
- 3
- Marginales Vertrauen (I trust marginally)
- 4
- Volles Vertrauen (I trust fully)
- 5
Ultimatives Vertrauen (I trust ultimately) NUR FÜR DEN/DIE EIGENEN SCHLÜSSEL
Abschluss des Signierens mit
Command>save
Danach wird der Schlüssel mit der gerade erzeugten Signatur automatisch dem eigenen Schlüsselring zugeführt.
Leider haben einige der Teilnehmer Schwierigkeiten beim Einrichten von caff. Deshalb ist es nun doch möglich, bereits signierte Schlüssel direkt an den Keyserver subkeys.pgp.net zu senden, um den Arbeitsaufwand so gering wie möglich zu halten. Und so wirds gemacht:
benutzer@computer:> gpg --keyserver subkeys.pgp.net --send-keys KEYID
Beispiel: gpg --keyserver subkeys.pgp.net --send-keys aae6022e
Ich hoffe diese Arbeitserleichterung kommt euch etwas entgegen.
Teil-automatisiert durch caff (CA Fire and Forget)
caff ist ein PERL-Script von Peter Palfrader alias "weasel". Es kann von http://svn.debian.org/wsvn/pgp-tools/trunk/caff/caff kopiert werden.
caff legt im Heim-Verzeichnis des Benutzers ein Unterverzeichnis .caff an, indem weitere Verzeichnisse wie gnupghome und keys erzeugt werden. Das Verzeichnis gnupghome enthält nach der ersten Benutzung von caff einen eigenen Schlüsselring (ohne Secret-Key!), der alle Schlüssel aufnimmt, welche mit caff signiert wurden. Ausserdem wird im Heimat-Verzeichnis des jeweiligen Benutzers eine Datei .caffrc erzeugt, die man vor Benutzung von caff editieren und den eigenen Gegebenheiten entsprechend anpassen sollte.
Im Verzeichnis keys werden sämtliche generierten EMails nebst Schlüsseln nach Datum sortiert abgelegt.
Der Vorteil von caff ist, dass man sich um fast nichts mehr selbst kümmern muss. So wird beispielsweise ein übergebener Schlüssel vom Keyserver geladen, der Edit-Modus von gpg gestartet und nach Beendigung dessen eine versandfertige EMail erzeugt. Diese EMail enthält den Rumpf-Text aus der Datei $HOME/.caffrc, sowie den signierten Schlüssel als Anlage. caff erzeugt für jede UID eines Schlüssels je eine EMail. Beispiel:
benutzer@computer:> caff -em aae6022e
caff-Optionen
- -e, --export-old
- Exportiert auch bereits früher geleistete Signaturen.
- -E, --no-export-old
- Ohne den Export früher geleisteter Signaturen.
- -m, --mail
- Versendet eine EMail nachdem signiert wurde.
- -M, --no-mail
- Kein EMailversand
- -R, --no-download
- Kein Key-Download
- -S, --no-sign
- Schlüssel nicht signieren
- -u yourkeyid, --local-user
- Die eigene Schlüssel-ID, sofern nicht schon in .caffrc angegeben
Leider funktioniert der EMail-Versand mittels caff häufig nicht auf Anhieb, da bestimmte Eintragungen in den Konfigurationsdateien des jeweiligen MTAs vorhanden sein müssen (vgl. Relaying, Envelope-Header-Address u.v.a.m.). Ein Grund sind häufig Envelope-Header der Form user@computer.localdomain, die von den meisten EMailsystemen abgelehnt werden, da sie nicht echt sind.
Wer postfix im Einsatz hat, der sollte mit nachfolgender Änderung Erfolg haben.
1. postfix Konfigurationsdatei anpassen
root@computer:> vi /etc/postfix/main.cf
Die folgende Zeile ergänzensmtp_generic_maps = hash:/etc/postfix/generic
2. In /etc/postfix/ eine Datei generic anlegen, bzw. diese ergänzen.
root@computer:> vi /etc/postfix/generic
3. Einen realen Name/Domain-Eintrag eintragen, wie vom Mail-Provider angegeben.
benutzer@computer.localdomain otto.meier@t-online.de
- So wird aus:
twiggy@skinny olga.pachulke@rubensdame-gelsenkirchen.de
4. Mapping aktualisieren
root@computer:> postmap /etc/postfix/generic
5. Postfix neu bzw. (re)starten
root@computer:> /etc/init.d/postfix restart
Auswertung der Keysigning-Party
Hier findet ihr die Auswertung
Anleitungen zur Schlüsselerstellung und Verwaltung